Ich, Alexandra Müller, geboren im Jahr 1992, wuchs in einer Familie ohne großes Pferdeinteresse auf. Einzig mein Urgroßvater war vom „Pferdevirus“ betroffen und so begann meine Reise mit 5 Jahren in einer Reitschule…
Ich verbrachte so viel Zeit wie möglich bei den Pferden. Ich lernte ohne Sattel mit Halfter und Strick „reiten“ und wir verbrachten die meiste Zeit im Wald und auf den Wiesen, ganz unbeschwert.
Als ich älter wurde verbrachte ich eher Zeit in den Reiterferien und lernte dort nochmal deutlich mehr kennen. Es wurde Dressur geritten, ab und an gab es Springunterricht, Ausritte, Voltigieren und Weihnachtsreiten.
Nach der Zeit der Reiterferien begann ich wieder mit regelmäßigem Reitunterricht.
Egal wo ich ritt, die „schwierigen“ Pferde wurden mir zugeteilt. Aber ich muss sagen, dass diese mich auch am meisten fasziniert haben. Ich hatte kaum Probleme beim Umgang und Reiten dieser Pferde, ich fühlte mich verbunden mit ihnen.
2013 war es dann endlich soweit… Ich kaufte mein erstes eigenes Pferd: Lotta!
Auch heute noch gehört Lotta zu meinem Leben. Wir hatten viele Schwierigkeiten und der Start war nicht einfach. Nach mehreren Unfällen haben wir die Kurve gekriegt und konnten wachsen -miteinander, füreinander und jeder für sich.
Anfangs fühlte ich keinerlei Verbindung zu ihr, wir sprachen aneinander vorbei, verstanden den anderen nicht und es endete oft in einem Meer aus Tränen…
Heute ist die Verbindung stärker denn je. Ich kenne sie in und auswendig und sie hat mich gelehrt wie wichtig Geduld, Verständnis und Vertrauen ist. Ich verlange von uns nur das, was wir leisten können und höre zu. Die Bodenarbeit ist viel wichtiger geworden als das Reiten. Natürlich reite ich gerne, aber vom Boden aus gibt es so viel zu lernen und zu erleben. Beides in das Training einzubringen war eine riesige Erleichterung und hat mir den Mut gegeben nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen und Lotta zu behalten.
So viel zum Reiten und zu den Pferden, aber was ist mit den Hunden?
Ja, auch zu Hunden habe ich früh eine Verbindung aufbauen können. Ich bin bereits mit einem Hund aufgewachsen, ein mittelgroßer Mischling namens „Dino“. Dino war super, er war unendlich geduldig mit mir und meinen Geschwistern und ließ sich ungefähr alles gefallen. Er begleitete mich bis zu meinem 12. Lebensjahr.
Einige Jahre später konnte ich nicht mehr ohne Hund bleiben. Ich kaufte mir meinen ersten eigenen Hund namens „Matz“. Matz war schwierig. Er war ein Mischling (Cocker-Spaniel, West Highland Terrier und Mittelschnauzer steckten ihn ihm). Er war bereits als Welpe mit einem großen Jagdtrieb ausgestattet und verschwand dann ab und an mal völlig unerwartet im Wald. Ansonsten zeigte er Angst vor allem Möglichen und reagierte mit Angstaggression. Ich meidete meist Begegnungen aller Art und so konnten wir gut damit leben. Ich war einfach noch jung und unerfahren und würde heute vieles anders machen.
Als Matz noch lebte, er war aber bereits sehr krank, kam „Anoki“ in mein Leben. Anoki ist ein Border-Collie-Jack-Russel-Mix und begleitet mich bis heute und ist genau das Gegenteil von Matz. Ich habe aber aus meinen Fehlern gelernt und habe auch bei ihm schon einiges anders gemacht. Anoki ist unheimlich lieb, intelligent, geduldig, verrückt und sehr gehorsam. Er hat einen Hütetrieb, der aber händelbar ist. Jagdtrieb hat er nicht viel abbekommen, schadet aber auch nicht. Anoki ist mein Reitbegleithund und Fels in der Brandung für jede Lebenslage. Er hat mir gezeigt wie wunderbar Hütehunde sein können und hat mein Interesse für diese Art Hunde geweckt. Ich habe mich vermehrt mit Hütehunden beschäftigt und gehe etwas anders auf seine Bedürfnisse ein. Auf noch ganz viele Jahre mit ihm als mein Hundementor.
Bevor ich hier noch mehr vor mich hin sülze höre ich auf zu schreiben. Der Text ist eh schon ziemlich lang und danke an alle, die bis zum Ende gelesen haben!
